Rechtliches rund um Vaterschaft und Vaterschaftstest

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Verfahren auf Klärung der Abstammung
 »Vater, Mutter und Kind jeweils gegenüber den anderen beiden Familienangehörigen einen Anspruch auf Klärung der Abstammung, gemäß § 1598a, BGB. Dieses Recht kann seit April 2008 gerichtlich durchgesetzt werden.
 »Das Klärungsverfahren ist nicht an Fristen gebunden und ändert, anders als das Anfechtungsverfahren, auch bei erwiesener Nicht-Vaterschaft an der rechtlichen Situation der Familie nichts. Willigt ein Angehöriger in eine genetische Untersuchung nicht ein, kann das Familiengericht diese Einwilligung ersetzen. Der Betroffene muss eine genetische Probenentnahme dulden. Dabei ist zu beachten, dass die Abstammungsuntersuchung selbst nicht vom Gericht angeordnet wird, sondern vom Anspruchsberechtigten auf eigene Rechnung in Auftrag zu geben ist. Das Verfahren kann ausgesetzt werden, wenn das Kindeswohl in Ausnahmesituationen, etwa im Fall einer schweren Erkrankung, durch die Überprüfung gefährdet ist.
 »Ziel des Gesetzgebers war es, dem heimlich durchgeführten Vaterschaftstest entgegen zu wirken. Dieser ist in Deutschland rechtswidrig und wird deshalb auch weiterhin vor Gericht nicht anerkannt. Ab 1.2.2010 ist der heimliche Vaterschaftstest strafbar. Mehr zum Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren
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